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Frauenpower im Baugewerbe: Sophia Wutz

Frauen auf der Baustelle. Eine Seltenheit? Tatsächlich ist die Baubranche schon längst keine reine Männerdomäne mehr. Hier stellen wir deshalb wöchentlich eine Frau vor, die in einem unserer 3.100 Bau- und Ausbaubetriebe tätig ist. Von der Fliesenlegerin bis zur Straßenbauerin und von der Ausbildung bis zum eigenen Unternehmen – diese Frauen zeigen, wie vielfältig und chancenreich Bauberufe für alle sind!

Kurzinterview mit Sophia Wutz, Maurerin im 2. Lehrjahr

Sophia Wutz macht ihre Ausbildung im Maurerhandwerk bei dem Bauunternehmen Lemmer & Fuchs GmbH in Falkenstein bei Cham in der Oberpfalz.

Was ist Ihr Lieblingswerkzeug oder Ihre Lieblingsmaschine und warum?

Ich habe nicht nur ein Lieblingswerkzeug. Vielmehr ist es das Zusammenspiel verschiedener Werkzeuge wie Kelle, Wasserwaage, Nivelliergerät, Meterstab etc. mit denen man täglich seine Arbeit abwechslungsreich gestaltet. Und ja, Radladerfahren ist schon auch sehr cool :-).

Welche Momente im Berufsalltag bereiten Ihnen ganz besonders viel Freude?

Mich hat immer schon die Arbeit draußen begeistert. Am Abend bist du ausgepowert und man sieht, was man tagsüber zusammen im Team geleistet hat. Am schönsten sind dann die Momente, wenn das Bauwerk fix und fertig ist und du weißt, hier habe ich mitgebaut.

Welche Hürden haben Sie auf dem Weg zu Ihrem jetzigen Arbeitsplatz gemeistert?

Hürden in dem Sinn hatte ich bis jetzt noch keine. Im Gegenteil. Meine erste Ausbildung als Gärtnerin mit Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau habe ich als eine der Prüfungsbesten in der Oberpfalz abgeschlossen. Auch bei der jetzigen zweiten Ausbildung hatte ich keine Probleme, einen Ausbildungsplatz zu finden. Viele Unternehmen aus dem Baugewerbe stehen „Frauen am Bau“ heute wesentlich offener gegenüber.

Was muss sich verändern, damit mehr Frauen Ihren Beruf ergreifen?

Die immer noch überwiegende, traditionelle Denkweise der Gesellschaft, dass Bau nur Männersache ist: Bestens abzulesen in den Gesichtern, wenn dich jemand frägt, was du beruflich machst. Die Blicke, unbezahlbar! Das muss sich ändern. Frauen sollten hier auch mehr Mut zeigen.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Auf alle Fälle weiterhin am Bau. Mein Ziel ist, bis dahin als Bauleiterin mit dem Meisterbrief in der Tasche zu arbeiten und genügend Erfahrung zu sammeln, um später einmal in den elterlichen Betrieb mit einzusteigen.

Maurerin Sophia Wutz. Foto: privat